Sehr geehrter israelischer Botschafter in Deutschland

Sehr geehrter Herr Yakov Hadas-Handelsman,
am Donnerstag, dem 12. Juli 2012 fand in München eine antiisraelische Progandaveranstaltung unter Teilnahme des Mitglieds des israelischen Parlaments Frau Haneen Zoabi statt. Das diese ihr Land als „rassistisch und faschistisch“ verunglimpft hat, dabei selbst aber alle Freiheiten eines demokratischen Staates für sich in Anspruch nehmen kann und darf, müssen wir als ihre eigenen, inneren Angelegenheiten gelten lassen. Aber was uns bitter aufstößt, sind solche Statements dieser Frau lesen zu müssen:

Die arabische Abgeordnete der Balad Partei im israelischen Parlament erhielt auf derselben Veranstaltung vor zwei Jahren viel Beifall als sie u.a. sagte: „Ziel ist nicht die Gleichberechtigung in Israel, sondern der Kampf gegen Israel … das Problem sind nicht die Grenzen von 1967, sondern die von 1948.“ Zoabi akzeptiert den Staat Israel nicht, weil dieser sich als jüdischer Staat verstehe und spricht von „politischem Rassismus“. Offen ruft sie zur Abschaffung des jüdischen Staates auf.

Dann gibt sie auf der Veranstaltung dem deutschen Publikum noch einen Rat in Sachen Antisemitismus mit auf den Weg:

„Eure Pflicht als Europäer, als Deutsche, ist, nicht auf die politische Erpressung einzugehen. Wenn immer ihr die Unterdrückung oder Besatzung der Israelis kritisiert, dann nennen sie euch antisemitisch. Genauso machen sie es in Israel auch. Das wichtigste ist, nicht darauf einzugehen. Seid nicht empfindlich! Das ist eure Pflicht gegenüber der Demokratie!“

Und das zu Zeiten eines Niebel/Gabriel/Ashton/Grass/Polenz/Schröter und Pax Christi, zu Zeiten, wo der Antisemitismus deutlich zunimmt und eine neue, eliminatorische Qualität erreicht hat.

Siehe auch Fuad Hamdan vom „Palästina Komitee“ der den Abend mit Danksagungen an die Petra Kelly Stiftung und an das Münchner Kulturreferat für deren freundliche Unterstützung eröffnete.

„Lange Zeit habe die andere (Anm.: jüdische) Seite in Deutschland ein „ziemliches Monopol auf Meinung“ gehabt, das ändere sich aber allmählich, so Hamdan einleitend“.

Noch empörender aber ist die Tatsache, dass sie eine deutsche Staatsbürgerin – mag sie jüdischen Glaubens sein oder nicht – mit den Worten: „Du bist auch eine faschistische Person!“ tituliert hat – das ausgerechnet von einem Mitglied — und somit Repräsentantin- ihres Parlaments, die eine Deutsche ungestraft in ihrem eigenen Land zutiefst beleidigen kann, ist aber nicht mehr hinnehmbar! Diese strafrechtlich relevante, öffentliche Beleidigung führte bei der Veranstaltung nicht zu einer Zurechtweisung Zoabis. Wir erwarten, dass sich diese Knesset- Abgeordnete dafür in aller Form öffentlich entschuldigt!

Nutzen sie bitte alle juristischen und diplomatischen Möglichkeiten, diese selbst antisemitisch denkende Abgeordnete zu maßregeln und derartige Vorfälle in Zukunft zu vermeiden. „Es ist schon traurig genug, wenn man einem Parlaments-Mitglied erst noch erklären muss, wie man sich auf dem diplomatischen Parkett zu bewegen hat.“

Nur am Rande sei erwähnt, dass unser, doch recht großer Freundeskreis ganz energisch gegen die damaligen Ausfälle eines Günther Grass sowie des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel gegen Ihr Land in den entsprechenden Foren aufgetreten ist. Dabei waren wir nicht gerade schüchtern und erfolglos.

Mit freundlichen Grüßen,
Bernd Buchner
-Erstunterzeichner-

Dr. Gudrun Eussner (Bloggerin)
Zahal (Bloggerin)
Wiki Leek (Bloggerin)
German Media Watch
Aline Wuttke-Saß (Admin der FB-Gruppe „I Love Israel„)
Monika Winter, Köln (Buchautorin – Die`Klagemauer in Köln´)
Edda Lutsch (Pro-Israel-Aktivistin)
sowie:
Christine Müller-Schätzle, Waldemar Pabst, Levenfus, Marcel Hirsch,Bat-Zion Susskind, Sammy A., Thomas Grote, Matthias und Sieglinde Wuttke, Agnes Forner, Robin Summers, Nancy Raabe, Ady Gnat, German, Gabriella Meros ,Mili Kusano, Manuel Papst, M. Breitenberger, Michael Dorscheid, Rebekka Grünert, Dirk Brüggemann, Dr. J. Gideon Richter, Hildebrand Embke, Dr. Martin Blumentritt
– Mitunterzeichner/Innen & Unterstützer/innen –

PS: Wer auch Unterzeichnen möchte,
bitte folgendes Formular ausfüllen

(Egal ob Einzelperson oder Organisation)
Bitte haben Sie ein bis zwei Tage Geduld, bis ihr Kommentar erscheint.


Kommentare und Reaktionen:


Dr. Martin Blumentritt
Komentar:
Deutschland ist auch ohne Haneen Zoabi das Land der unbegrenzten Zumutbarkeiten.

2012-07-21 @ 2:04:54 vormittags

Hildebrand Embke
Komentar:
Diese Unterschrift steht für mich persönlich und als Bundesvorsitzender von DIE UNBESTECHLICHEN – Partei für positive Menschlichkeit. Ich/wir hoffe(n) auf eine ernste Kritik des Botschafters, verbunden mit einer Verurteilung dieser – und derartiger – Veranstaltung(en)!

2012-07-20 @ 11:28:26 nachmittags

Dr. J. Gideon Richter
Komentar:
Islamofaschismus, rechter oder „linker“ Antisemitismus gedeihen in demselben widerlichen Sumpf, in dem auch die „Blüte“ des Antiamerikanismus wächst!

2012-07-20 @ 12:36:54 nachmittags

Dirk Brüggemann
Komentar:
Das unsere deutschen Politiker schweigen ist ein Skandal !!! Ich hoffe die Aktion hat Erfolg.

2012-07-20 @ 12:20:26 nachmittags

Rebekka Grünert
Komentar:
Die widerlichen Lügen der Frau Zoabi sind schlichtweg genau das: Lügen. Ihre Aussagen haben nichts mit der Wahrheit zu tun, und als solche müssen sie entlarft werden. Es kann nicht einfach hingenommen werden, dass verleumderische Propaganda aus Mündern kommt, die selber höchstpersönlich von der Freiheit und den Privilegien des einzigen Demokratischen Staates im Nahen und Mittleren Osten profitieren, nur um diesen dann in den Dreck zu ziehen und mit Füßen zu treten.

2012-07-19 @ 10:46:41 nachmittags

Michael Dorscheid
Kommentar:
Wir haben genug von anti israelischen Politikern. NPD und Linke sind zwei Parteien zuviel. Einzelpersonen wie Herr graSS auch.

2012-07-19 @ 8:14:49 nachmittags

M. Breitenberger
Kommentar:
Die ekelhaften Aussagen von Frau Haneen Zoabi widern mich an, wie mich ihre Münchner und Berliner Unterstützer anwidern. Diese Aussagen überraschen mich nicht, wie es mich auch nicht verwundert wie viele antisemitische Propagandaveranstaltungen mittlerweile in Deutschland möglich sind. Ich habe mich längere Zeit mit dem Antisemitismus in Jakob Augsteins antizionistischer Freitagscommunity beschäftigt und natürlich wird auch dort das Thema Zoabi diskutiert. Wer starke Nerven hat hier der Link: http://www.freitag.de/autoren/schlesinger/eklat-bei-den-palaestinatagen-muenchen Zum Antisemitismus des Freitag gibt es hier weiter Infos: http://thinktankboy.wordpress.com/2012/04/20/freitagsreservisten/

2012-07-19 @ 6:03:16 nachmittags

Manuel Papst
Kommentar:
Soviel zur antisemitischen Floskel „aber man muss doch sagen dürfen….“. Von wegen, ständig sagen es Altnazis wie Grass und Gesinnungsgenossen unter tosendem Beifall der Extremen beider Ränder bis hin zum sogenannten Bildungsbürgertum. Sie laden neuerdings schon Antisemiten aus Nahost ein um ihr europäisches geistige Gift „reinzuwaschen“ und es quasi bio unter die Ewiggestrigen zu spritzen.
2012-07-18 @ 6:15:38 nachmittags

Mili Kusano
Kommentar:
Zwar bin keine deutsche Staatsbürgerin und wohne auch nicht in Deutschland. Aber als Jüdin mit Wohnsitz in der benachbarten Schweiz habe ich doch von besagtem Anlass Kenntnis genommen und bin hier in der CH mit ähnlichen Sichtweisen konfrontiert (HEKS, Migros, Coop, Geri Müller etc.). Aus diesem Grund bin ich voll und ganz einverstanden mit dem vorliegenden Anliegen und begrüsse die Initiative des Herrn Buchner. Bitte setzen sie alles daran, dass solche Vorträge so nicht mehr stattfinden können.

2012-07-17 @ 11:19:23 nachmittags

Gabriella Meros
Kommentar:
Es kann nicht sein dass eine derartige Hetzkampagne im renommierten Gasteig stattfindet und grad vom Kulturreferat de Stadt München und der Gasteig GmbH unterstützt wird. Dies ist keine kulturelle Veranstaltung sondern eine politische, antisemitische und anti-israelische Hassprediger Veranstaltung und dies hat nichts mit Multikulti zu tun denn was da passiert ist auch anti- demokratisch. Es ist irritierend wenn die Stadt München und das Gasteig so was ideell und finanziell unterstützt. Ich dachte dass der OBB Ude gegen alles Antisemitische vor geht – was von rechts kommt wird bekämpft doch von links wird akzeptiert und sogar unterstützt, dies ist nicht glaubhaft und eine „Doppelmoral“ und nicht authentisch und es ist verletzend für die Juden die in München leben und alle Demokraten. Die Stadt und das Gasteig müssen sich endlich von diesen Palästina Tagen distanzieren und ihnen keinen Raum geben.

2012-07-17 @ 8:48:11 nachmittags

German
Kommentar:
machen sie etwas dagegen!!

2012-07-17 @ 12:14:31 nachmittags

Ady Gnat
Kommentar:
Es ist eine Schande, so etwas ungestraft ohne jegliche Konsequenzen durchgehen zu lassen. Diese Person gehoert zu einer Person-Non-Grata erklaert und als Staatsfeind Israels die Staatsbuergerschaft aberkannt und ausgewiesen zu werden. Auch die Demokratie muss ihre Grenzen kennen!

2012-07-17 @ 12:04:16 nachmittags

Nancy Raabe
Kommentar:
Das ist abstoßend und widerlich. Deutschland sollte sich schämen, sie können sogar versuchen, weg damit.

2012-07-17 @ 11:48:47 vormittags

robin summers
Kommentar:
each day i feel we move closer to that what any civilised person would condem , to imply ISRAEL is racist and fascist is insulting , we have seen where this kind of misplaced hatred ends ……. how some pepole can look in the mirror every day and be happy with what they see , amazes me

2012-07-17 @ 11:31:06 vormittags

Horst Scholz
Kommentar:
Aus meiner Erfahrung reagierte Israel auf derartige Vorwürfe eher mit zurückhaltender Mißbilligung. Soetwas ist ja eher schon eine Routine gegen Israel. Warum sollte Israel sein Existenzrecht öffenlich zum Diskussionsthema machen. Zumal der eigentliche Konfliktpunkt aus zweierlei unvereinbarlichen Ansätzen entspringt. Man würde nur mehr „schlafende Hunde“ wecken als Helfer mobilisiert werden. Menschliches Selbstbestimmungrecht, Rechtsbildung durch Mehrheitsbeschlüsse, UNO Fremdbestimmung über Israel-Fragen, Supra G-tt gedachtes Demokratieverständnis. Alles dieses wird durch G-ttes Ordnungen/entschiedenen Entscheidungen zweitrangig gemacht. Dieses in der Welt durch Israel menschlich durchzustehen hat seine Stunde und bedarf der Einordnung in G-ttes Stunde. Sonst fehlt es an Gnaden Power. Insofern ist Israel klug beraten, sich nicht über letztlich provokative „peanuts“ aufzuregen. Israel hat gefährlichere Probleme zu bewältigen. Israel braucht einen disziplinierten geraden Weg in seiner Wiederherstellung. Shalom für Yerushalayim und Israel.

2012-07-17 @ 11:27:57 vormittags

Agnes Forner
Kommentar:
Antisemitismus findet hier keinen Platz, deswegen ist eine öffentliche Entschuldigung nötig, agnes forner

2012-07-17 @ 11:24:33 vormittags

Matthias und Sieglinde Wuttke
Kommentar:
Auch wir als Privatpersonen sind sehr betroffen über so schlimme Aussagen von Frau Haneen Zoabi. Mein Mann und ich sind integriert bei der Organisation der „Sächsischen Israelfreunde“, dort, wo gute Aufklärungsarbeit über Judentum und Israel geschieht Es gibt auch gute Verbindungen zur Knesseth. Ich weiss um die Meinungsfreiheit in einem Demokratischen Staat. Doch wenn ein Mitglied des israelischen Parlaments in Deutschland so eine Hass-Propaganda betreibt, fällt das ganz sicher auf leider schon längst wieder vorbereiteten Boden des Antisemitismus. Mein Mann und ich bitten ganz sehr, etwas zu unternehmen. Mit herzlichem Shalom Matthias und Sieglinde Wuttke

2012-07-17 @ 8:52:50 vormittags

Grote, Thomas
Kommentar:
Frieden geht anders!!

2012-07-17 @ 8:00:19 vormittags

Sammy A.
Kommentar:
I’m a political activist on behalf of Israel !!!

2012-07-17 @ 7:06:53 vormittags

Bat-Zion Susskind
Kommentar:
Our enemy from within

2012-07-17 @ 4:44:46 vormittags

Marcel Hirsch
Kommentar:
Frau Haneen Zoabi ruft u.A. oeffentlich zur Abschaffung des juedischen Staates auf. Derartige Hetze sollte in Zukunft mit allen juristischen Mitteln vermieden werden.

2012-07-17 @ 3:33:37 vormittags

Levenfus
Kommentar:
Hoffe diese Aktion wird Erfolg haben!

2012-07-17 @ 2:28:37 vormittags

Waldemar Pabst
Kommentar:
Es bleibt die große Stärke Israels, dass diese Frau als Abgeordnete ihre Hetze betreiben kann, ohne gemaßregelt werden zu können. Genau das widerlegt sie, ihren Apartheitsmüll, ihre Lügen. Israel ist und bleibt das einzige freie Land des Nahen Ostens. Daran kann nicht nur diese Frau mit ihrer Propaganda nichts ändern, sondern mit jeder Hetzreise dieser Art beweist sie es unfreiwillig.

2012-07-17 @ 1:01:44 vormittags

Christine Müller-Schätzle
Kommentar:
Es kann nicht sein, daß diese Dame sich in Deutschland so aufführt.

2012-07-16 @ 11:16:23 nachmittags

Quellen:
http://schlamassel.blogsport.de/2012/07/13/tumulte-im-gasteig-juedische-studierende-lassen-sich-den-mund-nicht-verbieten/

http://elderofziyon.blogspot.de/p/eoz-posters-for-apartheid-week.html

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